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und plötzlich...

...steht die zeit still, explodiert in einem schrei und dreht sich mit irrsinnigen geschwindigkeiten zurück, im kreis, schlägt haken, verwirrt mich so sehr.

erinnerungen in luftschlangenmustern mit konfettischnipseln.

sehe plötzlich alte abende vor mir, netzstrumpfhosen, bier in händen, spaghetti, simpsons, das alte zimmer, wolken über den häusern der altstadt, ach, verdammt, wo sind die minuten hin?

gott, ich habe vier jahre meines lebens in gefühlten fünf stunden verbracht. ich wache plötzlich auf, wie aus einem tiefschlaf, bin verheiratet, habe zwei kinder und weiß garnicht so recht, wann das alles verdammt noch mal passiert ist.

wars vielleciht doch zu schnell? ich könnte heulen. alles ist so komisch gerade.

ich habe die besten freundschaften vernachlässigt, dinge, die ich mir geschworen habe, niemals zu tun, doch getan.

als ob ich nicht genau das, was ich nun habe, gewollt hätte.

ich komm nicht von der stelle, tausend baustellen, nichts ist abgeschlossen, und grade im moment fühlt sich alles einfach total beschissen an.

dabei will ich doch glücklich sein. mein leben anpacken, ziele erreichen, aufbruch, leben, lust.

es ist so kraftraubend, ohne gefühl.

alles ist fad, grau, trist, stumpf, wie ein abglanz unserer träume, wie der nachgeschmack von einem spitzenwein, der nicht an die erwartungen heranreicht.

bin ich zu müde? zu krank? zu benebelt? zu einsam??

jetzt gerade ist es nicht die angst.

ich liebe so sehr, aber die farben fehlen mir. irgendwo steckt noch der schleier fest, der alles in grau taucht.

ist das selbstmitleid? oder nur eine neue erkenntnis, dass irgendwas nicht stimmt?

aber ich weiß noch immer nicht, was eigetnlich nicht mit mir stimmt. wo der kleine fehler auf der festplatte steckt, der kleine kratzer, wo das lied immer wieder hängenbleibt, an der selben stelle auf und ab dudelt und man nur brutal weiterschalten kann, ohne das problem zu beheben.

repeat?

nur die worte sprudeln plötzlich, zwischen tränen, und dem schleier, ich weiß schon nicht mehr ob wein oder wasser, ob licht oder die dunkelheit um mich herum scheint.

ich möchte nicht schwach, depressiv verstimmt, trübsinnig, versunken sein.

lernen, zu leben.
und die reifeprüfung, das sind wir.
28.1.09 21:07
 


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