auf der suche

  Startseite
    fluchtpunkt -!
    perspektive /?
    leben (* )
    leben (- )
    vergangen..
  Über...
  Archiv
  hinweis
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   * Windprinzessin - Herbststurm *
   Renaissance Königreiche
   Chat-Jungle
   - sabine -
   - suicidemind -
   - truetopia -
   - tristesse -



http://myblog.de/scherbenkind

Gratis bloggen bei
myblog.de





leben (- )

und plötzlich...

...steht die zeit still, explodiert in einem schrei und dreht sich mit irrsinnigen geschwindigkeiten zurück, im kreis, schlägt haken, verwirrt mich so sehr.

erinnerungen in luftschlangenmustern mit konfettischnipseln.

sehe plötzlich alte abende vor mir, netzstrumpfhosen, bier in händen, spaghetti, simpsons, das alte zimmer, wolken über den häusern der altstadt, ach, verdammt, wo sind die minuten hin?

gott, ich habe vier jahre meines lebens in gefühlten fünf stunden verbracht. ich wache plötzlich auf, wie aus einem tiefschlaf, bin verheiratet, habe zwei kinder und weiß garnicht so recht, wann das alles verdammt noch mal passiert ist.

wars vielleciht doch zu schnell? ich könnte heulen. alles ist so komisch gerade.

ich habe die besten freundschaften vernachlässigt, dinge, die ich mir geschworen habe, niemals zu tun, doch getan.

als ob ich nicht genau das, was ich nun habe, gewollt hätte.

ich komm nicht von der stelle, tausend baustellen, nichts ist abgeschlossen, und grade im moment fühlt sich alles einfach total beschissen an.

dabei will ich doch glücklich sein. mein leben anpacken, ziele erreichen, aufbruch, leben, lust.

es ist so kraftraubend, ohne gefühl.

alles ist fad, grau, trist, stumpf, wie ein abglanz unserer träume, wie der nachgeschmack von einem spitzenwein, der nicht an die erwartungen heranreicht.

bin ich zu müde? zu krank? zu benebelt? zu einsam??

jetzt gerade ist es nicht die angst.

ich liebe so sehr, aber die farben fehlen mir. irgendwo steckt noch der schleier fest, der alles in grau taucht.

ist das selbstmitleid? oder nur eine neue erkenntnis, dass irgendwas nicht stimmt?

aber ich weiß noch immer nicht, was eigetnlich nicht mit mir stimmt. wo der kleine fehler auf der festplatte steckt, der kleine kratzer, wo das lied immer wieder hängenbleibt, an der selben stelle auf und ab dudelt und man nur brutal weiterschalten kann, ohne das problem zu beheben.

repeat?

nur die worte sprudeln plötzlich, zwischen tränen, und dem schleier, ich weiß schon nicht mehr ob wein oder wasser, ob licht oder die dunkelheit um mich herum scheint.

ich möchte nicht schwach, depressiv verstimmt, trübsinnig, versunken sein.

lernen, zu leben.
und die reifeprüfung, das sind wir.
28.1.09 21:07


Werbung


ich steh im nebel, neben mir

streck ein paar arme
nach meiner seele aus

und bekomm doch nur
dünne schwaden
zu fassen

die in meinen ratlosen fingern

zerrinnen

ohne mir den weg zu zeigen.
11.9.08 13:29


es gibt diese tage

an denen ich mich einfach garnicht richtig fühle. so wie heute. der blick wird stumpfsinniger mit jeder minute, neben mir wuselt ein kleiner mensch herum, den ich wahnsinnig liebe, dem ich es aber garnicht zeigen kann heute. ich hab keinen sinn für das leben, das er mir vorlebt. ich weiß garnicht, wer oder was ich heute sein soll. ob zukunft, vergangenheit oder irgendwas völlig unmögliches. irgendwie tut es weh, irgendwas tief in mir drin. ich bin endlich frei und habe doch längst nicht alle ketten gesprengt.

die vergangenheit holt mich immer wieder ein, und straft mich damit, dass jetzt doch alles nicht so rosenrot ist, wie ich es mir vorgestellt und ausgemalt hatte. gott, ich hab manchmal angst vor mir selbst, dass ich mir ein rosamunde-pilcher-leben wünsche, momentan. dabei gehts doch gut. ich habe einen wundervollen mann, den ich über alles liebe, ich habe einen wunderbaren sohn, der mir schon soviele wunderschöne momente in meinem leben beschert hat und mir gezeigt hat, was wirklich wichtig ist auf dieser welt, und bald noch ein wundervolles baby, das mich erneut völlig in diesen bann ziehen wird.

und trotzdem könnt ich heulen, mich den ganzen tag selbst bemitleiden und damit allen auf den keks gehen. da wundere ich mich über die sensibilität dieses kleinen wurmes, der das alles mit sich machen lässt und mich sogar noch tröstet und kuschelt, wenns ganz besonders schlimm ist.

vielleicht gibt es keinen schlüssel für diese ketten, sondern nur brüchige feilen, und es dauert lange, lange zeit, bis alles verarbeitet ist.

ach himmel, es ist so schwer, sich selbst zu ertragen. und es ist so schwer zu wollen und nicht zu können.
und wieder ein nutzloser tag verstrichen, an dem ich wieder mal nicht das geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte. vielleciht muss ich einfach meine ansprüche runterschrauben?

alles, was hilft, ist schreiben und reden (danke, bekloppte cousine, fürs zuhören )
9.7.08 19:06


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung